- Headless trennt Inhalte vom Frontend: ein Backend, beliebig viele Ausspielkanäle.
- Die Stärken: Geschwindigkeit, Sicherheit, Design-Freiheit. Der Preis: mehr Anfangsaufwand als ein Baukasten.
- Für redaktionsgetriebene Standard-Websites bleibt klassisches CMS legitim - die ehrliche Abwägung entscheidet.
Was „headless“ bedeutet
Ein klassisches CMS wie WordPress rendert die Website selbst: Inhalte und Darstellung leben im selben System. Ein Headless CMS verwaltet nur Inhalte und stellt sie über eine API bereit - das Frontend ist ein eigenes Projekt, das diese Inhalte abholt und darstellt. Der „Kopf“ (die Darstellung) ist ab, daher der Name.
Warum man sich das antut
- Geschwindigkeit: Frontends können als statische Seiten ausgeliefert werden - kaum etwas lädt schneller.
- Sicherheit: Keine Datenbank und kein Admin-Login am öffentlichen Frontend bedeutet drastisch weniger Angriffsfläche.
- Freiheit: Das Design ist nicht an Theme-Strukturen gebunden - jedes Interface ist baubar.
- Mehrkanal: Dieselben Inhalte speisen Website, App und weitere Kanäle.
Diese Website ist selbst das Beispiel: Inhalte in Strapi, Frontend in React, ausgeliefert als statische Seiten. Und dasselbe Muster trägt bei uns internationale Setups - etwa fünf Länder-Websites einer Marke, jede Redaktion mit eigenem CMS, alle aus einem technischen Baukasten.
Die wichtigsten Systeme
| System | Stärke | Passt, wenn |
|---|---|---|
| Strapi | Open Source, selbst gehostet, flexibles Datenmodell | Datenhoheit und Maßarbeit zählen |
| Contentful | SaaS, ausgereift, starke Integrationen | Budget da ist und niemand hosten will |
| Sanity | Echtzeit-Kollaboration, flexible Studios | Redaktionsteams eng zusammenarbeiten |
| WordPress (headless) | Vertrautes Backend, neue Freiheit vorn | die Redaktion WordPress liebt, die Technik nicht |
Unsere Standardwahl ist Strapi: selbst gehostet (Datenhoheit, DSGVO), quelloffen, mit frei modellierbaren Inhaltstypen. Wir betreiben Strapi-Instanzen seit Jahren produktiv - inklusive Versions-Upgrades und Build-Pipelines.
Wann Headless die falsche Antwort ist
Ehrlichkeit gehört dazu: Ein Fünf-Seiten-Auftritt mit gelegentlichen Textänderungen braucht keine API-Architektur. Auch wer täglich dutzende redaktionelle Seiten mit fertigen Theme-Layouts produziert, fährt mit klassischem CMS oft günstiger. Headless lohnt, wo Performance, Sicherheit, Design-Freiheit oder Mehrkanal-Ausspielung echten Geschäftswert haben.
„Die Architektur folgt dem Anwendungsfall - nicht dem Trend.“
DUNA Engineering-Grundsatz
Der Migrationspfad
Der Umstieg gelingt schrittweise: Inhalte modellieren und migrieren, Frontend parallel aufbauen, per Redirect-Mapping umschalten - die Rankings ziehen mit um, wenn das Mapping stimmt. Wie das ohne Verluste geht, steht in unserer Relaunch-Checkliste.


